Montag, 31. August 2015

Vermischtes 17

Strom und Geschmeide

Wir haben heute (jetzt) Stromausfall. Mit Ansage. Sprich, wir wurden vorige Woche per SMS darüber informiert, dass es heute in der Zeit von 8 bis 13 Uhr keinen Strom geben wird.
Also hieß es Wasser abfüllen und sich Arbeiten ohne Benötigung von Strom zu suchen. Gesagt, getan. Ergebnis: Noch ein bisschen mehr Platz im Gartenhäuschen und wieder eine Kiste im Container leer. Und, damit verbunden, die freudigste Nachricht des Tages: Mein Geschmeide (in dem Fall meine Ringe) hat den Weg ans Tageslicht gefunden! Sie waren nämlich weg! Wie kann ich auch so blöd sein, sie für den Umzug in eine andere als die ihr angestammte Umhüllung zu tun? Und dass ich dann nicht einmal genau aufschrieb, in welcher Kiste sie sich befinden, war nicht einer meiner hellsten Momente. Und so waren sie seit Januar eben verschollen. Jetzt sind sie wieder da! Hurra! :-)


Neueste Nachrichten von Paula

Paulas Motor ist da.
Wir haben ihn in Deutschland gekauft. (Danke.)
Hier in Schweden gibt es zu wenig 206er und damit noch weniger gebrauchte Motoren zu kaufen. Einen Motor mit 182 000 km einzubauen erschien uns zu riskant. Zu viele km. Und dafür dann auch noch zu teuer.
Im internationalen Netz wurden wir dann fündig. Da gab es in Deutschland einen Paula-Motor mit nur 29 000 gelaufenen Kilometern zu kaufen. Und das schönste daran war, dass der Transport nach Schweden genau so teuer war wie er nach Deutschland gewesen wäre. Weil nämlich, wie wir anhand der Sendungsverfolgung feststellen konnten, der Motor dann in echt aus Polen kommt. Es dauerte eine Weile, bis er aus der Pampa zu uns transportiert wurde. Doch nun ist er da.



Die Zündkerzen haben rosa Pünktchen. Der Motor ist für Mädchen. ;-)

Jetzt brauchen wir noch Dichtungen dafür. Hier in Schweden war das preiswerteste Angebot für den Satz 2800 SEK (also grob gerundet 280 €). Wir orderten also wieder in Deutschland – für 70 Euro und 4,95 € Versand innerhalb Deutschlands. Das Paket wird dann von unserem lieben (Sommer)Besuch an uns versendet. Selbst wenn das (ist ja gewichtsabhängig) Paket noch 16 € Versand zu uns kostet, ist es eine Riesenersparnis.
Und dann muss dat ganze Zeugs nur noch ein- und wieder ausgebaut werden. ;-)


Sonnenaufgang

Es ist schon eine Weile her, also gibt’s mal wieder Bilder. Von heute Früh. 
Gegen 5.15 Uhr. 
Bei 8 ° C.





Und auf der gegenüberliegenden Himmelseite...


Und eben (12.30 Uhr) habe ich eine Fernaufnahme von Reihern gemacht. Ich dachte, sie fliegen direkt über unser Dach, so einen Lärm haben sie gemacht. Doch nein, sie sind ein ganzes Stück entfernt von mir in der Luft herum geflogen.


Weit hinten, noch hinter dem Wald auf der anderen Seite, haben sie ihr Domizil. Und offensichtlich sind sie von irgendetwas aufgeschreckt worden…


Herzliche Grüßels von Anneke

PS: Bis der Strom wieder da war, dauerte es dann doch etwas länger. Sie haben die Zeit da mal verlängert... Die Kunden darüber per SMS informieren oder auf der Homepage veröffentlichen war allerdings für Vattenfall keine Option... 16 Uhr machte der Kühlschrank wieder Geräusche. Hurra! 

Sonntag, 30. August 2015

Geburtstagsgeschenk

Der große Mitbewohner und ich waren gestern zu einer Geburtstagsfeier von Bekannten eingeladen. Sie feierten Doppelgeburtstag, beide sind 40 Jahre jung geworden. Das gab ein großes Fest. :-)
Natürlich gehört zu einer Feier ein Geschenk. Einen Tip hatten wir von Freunden erhalten und so stand dem Kauf nichts mehr im Wege. 

Schnöde Flaschen zu schenken geht mit mir natürlich nicht. Es dauerte eine ganze Weile, doch dann hatte ich eine Idee. Mann und Schlips (obwohl M. so etwas nur äußerst selten trägt ;-) ) - das geht irgendwie zusammen. Also bekam seine Flasche einen solchen mit der entsprechenden Zahl. Als Material hielt Filz her, wegen seiner Biegsamkeit am Flaschenhals.


Für A. galt es, Weinflaschen zu verschönern. Wein hat doch Ranken...
Auch da war mein Lieblingsmaterial Filz fällig. Leider hatte ich von dem Leuchtegrün nicht mehr so viel da, so dass die Ranken relativ kurz ausfallen. (Die anderen Grüns, die ich da hatte, passten mir farblich nicht in den Kram.)
Ich schnitt dann ein paar Blümchen und Kreise aus, nähte diese mit kleinen Perlen zusammen und an der Ranke fest (Der Versuch mit einer Pailette in der Mitte gewann mein Herz nicht. ;-) )...


Ans Ende der Ranke kam jeweils eine große Blume und auf diesen wurden die beiden Zahlen festgenäht.


A. freute sich sichtlich nicht nur über den Wein sondern auch über die Ranken darauf.

Solltet Ihr das mal nachmachen - die Ranke nur mit Klebeband festmachen ist ein bisschen zu wenig. Eine der Kletterdinger hatte den ihr zugewiesenen unteren Platz während der Autofahrt verlassen. Panzertape ist da sicher die bessere Alternative. :-)

Sonntägliche Grüße von Anneke

Freitag, 28. August 2015

Tännforsen und Åreskutan - in Bilderflut ;-)

Ich habe Euch HIER über eine Wanderung in Richtung Helags berichtet.
Im selben Jahr bin ich auch auf dem Åreskutan gewesen. Und weil wir einmal in der Nähe waren, haben wir noch beim Tännforsen, einem Wasserfall, vorbei geschaut.

Wer mich kennt weiß, dass ich weder eine Wanderin noch eine Bergsteigerin bin. Und trotzdem mache ich solche Sachen mit. So im Nachhinein frage ich mich, ob ich immer geistig voll da war. ;-) Möglicherweise hat die Anwesenheit in Schweden auch irgendwelche Kanäle in meinem Kopf geöffnet oder geschlossen, worauf ich keinen Einfluss hatte...

Zuerst einmal mussten wir wieder ein Stück fahren - von Nähe Östersund aus nämlich.

Unterwegs Wolken, die an Berge stoßen...


Ein erster Blick am Tännforsen-Wasserfall, der einer der größten Wasserfälle Schwedens ist (Laut Vattenfall ist er der größte Wasserfall Schwedens). In der Bergkette auf der rechten Bildhälfte versteckt sich der Åreskutan, was wir da aber noch nicht wussten. ;-)


Und wieder einmal schien die Sonne und verzauberte den Wasserfall. Ich bin mir sicher, dass ich Trolle reden hörte...



Als wir uns satt gesehen hatten, brachen wir ins rund 22 km entfernte Åre auf. Es befindet sich am Fuße des Åreskutan. Das Skigebiet dort gehört zu den ältesten und wichtigsten Schwedens. 1954 und 2007 fanden dort die Alpine Ski WMs statt. Im Jahr 2019 gibt es dort die nächste WM. 

Ich wusste, dass es auf einen Berg gehen soll. Allerdings war mir nicht klar, dass wir dazu mit einer Drahtseilbahn fahren werden. Und so gibt es von der Hochfahrt keine Bilder, weil ich krampfhaft damit beschäftigt war, mich an der Haltestange festzukrallen. ;-)

Als wir bei 1274 m aus der Drahtseilbahn ausstiegen, hatten wir diesen Blick...
Wieder einmal Neuland für mich, auf solch einem hohen Berg zu sein. Ich glaube, ich war sprachlos. ;-)


Da der Gipfel sich auf 1420 m Höhenmetern befand, lag vor uns nicht mehr so ein weiter Weg. Wir irrten. ;-)
Es ging teilweise recht steil bergauf. Die Stangen sind, wie in Schweden oft üblich, die Wegmarkierungen. ;-)

Unterwegs...


....das Ziel vor Augen...manchmal...


Kleine Seen in der Höhe....




...und ein näher kommendes Ziel...


...Spuren der Vergangenheit auf den Steinen...


Geschafft! Etwas verschwommen, weil ich sicher ein bisschen ko war. ;-)


Damit wir Touris besser sehen konnten - eine Aussichtsplattform.


Blick in die Ferne und auf andere Berge



In der Bildmitte könnt Ihr den Tännforsen sehen! :-)
Als wir genug geschaut hatten, mussten wir ja wieder runter zu Paula. Das hieß, wieder mit diesem Teil fahren...


Doch irgendwie focht mich das jetzt nicht mehr an. Ich nahm meine  Kamera in die Hand und knipste...
Blick auf Åre...

...???...

...und nochmal nach oben.
Wir wir dann am Fuß feststellten, gibt es auf dem Åre verschiedene Mountain-Bike-Strecken. Nun, da es im Sommer nix mit Skifahren ist, haben sich die Menschen etwas anderes einfallen lassen, um auch im Sommer Touristen anzulocken. Ja, Ihr lest richtig, manche fahren da wirklich mit dem Rad runter! Es gab sogar schon eine Mountain-Bike-WM! Nix für meiner Mutter ihre Tochter!!
Ich jedenfalls hätte da weder zu Fuß  noch mit dem Rad herunter fahren wollen. So, wie wir das gemacht haben, war es in Ordnung. ;-)
Falls Ihr also im Sommer mal dort in der Nähe seid - für den Ausblick lohnt es sich auf alle Fälle, den Berg hoch zu fahren!

Heryliche Grüßels von Anneke

Donnerstag, 27. August 2015

Öfter mal etwas neues...

Diesen Spruch kennt Ihr sicher auch. ;-)

Vor einer ganzen Weile habe ich HIER schon einmal über unsere Art des Mülltrennens geschrieben.

(An dieser Stelle möchte ich einfügen, dass unsere Restabfalltonne bei der 14-tägigen Abholung in der Regel maximal halb, meist weniger, gefüllt ist. Ich finde das gut, zeigt es mir doch, dass die Sortiererei nach dem Prinzip im oben aufgeführten Blog Sinn macht.
Weniger sinnvoll finde ich es, dass es uns nicht möglich ist, den Rhythmus der Abholung zu verändern und so mal eine Tonne voll zu haben. Denn wir bezahlen nicht nach Gewicht sondern für die Leerung aller 14 Tage für eine volle Tonne. Die wir ja nicht haben. Das jedoch nur am Rande…)

Nun hat sich die Kommune Avesta zur Müllversorgung etwas Neues einfallen lassen.
Wir erhielten Post, dass wir uns entscheiden müssen, ob wir unseren Müll selbst kompostieren oder ob wir eine braune matavfall-Tonne haben wollen
Unser erster Impuls war natürlich, den Müll selbst zu kompostieren. Wir haben den Platz dafür und außerdem möchte ich ja im nächsten Jahr ein Beet anlegen, oder auch zwei. Und dafür wäre so ein Kompost ganz gut.
Doch nein, so einfach macht es uns die Kommune nicht. Sie schrieb nämlich, dass wir für den Fall, dass wir selbst einen Kompost anlegen, dieser „godkänt“, also durch die Kommune abgenommen und für gut befunden werden muss. Es sind auch einige Bedingungen an diese Art des Kompostierens gebunden. HÄ? Und außerdem kostet das dann auch irgendwie Geld. Nochmal HÄ?
Wie berieten uns, ob wir den Mehraufwand auf uns nehmen möchten und entschieden uns für ein „nein“.
Dieses „nein“ bescherte uns nun eine braune matavfall- neben der grünen (Normal)Tonne. Außerdem spendierte uns die Kommune schon mal einen Schwung Tüten. Den Nachschub soll es dann kostenlos in den meisten Lebensmittelläden geben.

Da steht genau drauf, was da rein darf.
Zum Nachlesen quasi. ;-)

 …und einen dafür geeigneten Behälter.



Die offizielle Begründung ist, dass aus zehn kg matavfall so viel Biogas produziert wird, wie es einem Liter Benzin entspricht. Schließlich gibt es in Schweden einen Plan, dass bis zum Jahr 2018 50% aller Lebensmittelabfälle aus Haushalten, Läden und Gaststätten verwertet werden sollen. Das finde ich sehr löblich.
Gleichzeitig steht allerdings geschrieben, dass das Abfallverbrennungswerk in Avesta derzeit rund 60 000 t Abfall aus Oslo und anderen Teilen Schwedens importiert, um ausgelastet zu sein. Da frage ich mich schon, wie ökologisch das ist… Und deswegen müssen nun die hier Wohnenden ran. ;-)

Geldtechnisch ist die jetzige Regelung für uns preiswerter – im Jahr sparen wir ca. 125 Kronen ein. ;-) Obwohl wir eine Tonne mehr haben. Wie das geht? Ganz einfach: Die Kosten für die (grüne) Restabfalltonne wurden erhöht. Stellen wir uns noch eine (braune) matavfall-Tonne hin und sortieren quasi für die Verbrennungsanlage vor, dann kostet uns zwar auch die braune Tonne etwas Geld, doch die grüne Tonne wird dadurch billiger. So geht das.
Wir sind jetzt gespannt, wie lange der Preis so bleibt. Sicher nicht sehr lange. Ein Schelm, wer böses dabei denkt. ;-)

Außerdem frage ich mich, warum ich trotzdem ein seltsames Gefühl bei dieser Sache habe… 

Nachdenkliche Grüßels von Anneke

Mittwoch, 26. August 2015

Krimi-Kult-Kiste

Wenn ich in unserem Häuschen zu tun habe, dann höre ich gerne Musik oder Hörbücher. Und nachdem unsere Umbaumaßnahmen oben beendet worden sind, kam ich auch wieder an meine Hörbücher heran, die sich vorher in Kisten im Container befanden.

Durch einen Zufall bin ich vor Jahren auf die „Krimi-Kult-Kiste“ gestoßen (die keine Hörbücher, sondern Hörspiele sind, was ja noch viel schöner ist ;-) ) 
„Krimi-Kult-Kiste“ deshalb, weil DER HÖRVERLAG in ihr die Straßenfeger der 50er und 60er Jahren vereint. Damals, so steht geschrieben, saßen die Menschen vor ihren Radios und lauschten, wenn Philipp Odell als Privatdedektiv oder Paul Temple, seines Zeichens Kriminalschriftsteller und Privatdetektiv, wieder einen Fall lösten. Und auch der Gauner Dickie Dick Dickens war in diesen Jahren ein Zuhörermagnet.

Diese drei Figuren finden sich in den Hörspielen wieder, immer in einer anderen Zusammensetzung. Nicht alle drei sind in allen Kultkisten enthalten.

Ich selbst habe drei der insgesamt sieben Krimi-Kult-Kisten.


Dickie Dick Dickens höre ich nicht so gerne an. Irgendwie sind Gauner als Hauptpersonen wohl nicht so mein Ding.
Paul Temple und Phillip Odell höre ich mir immer mal wieder gern an.
Zum Einen finde ich die Machart der Hörspiele so schön altbacken. Türenquietschen, Schüsse, Schritte im Schnee – alles geschieht mit irgendwelchen Gerätschaften, die dafür ursprünglich sicher nicht gedacht waren. ;-)
Zum Anderen sind die Dialoge der Akteure mit Wortwitz und Humor gespickt, so dass mir trotz der Spannung der Krimis ( ;-) ) immer wieder ein Schmunzeln übers Gesicht gleitet. ;-)

Gerne hätte ich auch die anderen Kultkisten. Doch sie scheinen so kultig zu sein, dass sie im Internet nicht mehr zu finden sind, weil jeder, der sie hat, sie offensichtlich nicht mehr heraus gibt. Oder es erscheinen Preisvorstellungen jenseits von gut und böse... Schade.

Hörende Grüßels von Anneke

Dienstag, 25. August 2015

Wir haben Pferde ;-)

Und dann gleich drei Stück.
Na gut, es sind keine echten.
Doch rein gipsfigurtechnisch sind es Dalahästar, also Dalapferde.
Als ich die Gipsfiguren sah, hatte ich sofort eine Idee, wo ich sie hinstellen werde.
Und auch für das „Anputzen“ der Vierbeiner hatte ich sofort Ideen.

So sehen sie im unangezogenen Zustand aus. Sie haben bei einer Höhe von ca. 17 cm aufgehört zu wachsen. ;-)


Meine erste Idee war, einem der Drei ein schönes Muster zu verpassen, angelehnt an die Muster der richtigen Dalapferdchen.
Gesagt, getan und losgemalt…. Grundfarbe…


Farbe Nummer 2…


Und zum Schluss habe ich das Muster gemalt.


So wirklich zufrieden war ich nicht. Malen ist nicht meins. Doch besser als nix. ;-)
Das Besser hatte sich dann erledigt, als ich versuchte, Lack aufzutragen. Letzterer verwischte die (einfachen) Farben, so dass mir nur noch eine Pferdewäsche blieb. In diesem Fall hieß das, Gipsfigur unter den Wasserhahn halten und sauber schrubben. :-(
Da die Farbe nicht zu 100 % ab ging, blieb die Grundidee -Pferd bemalen- bestehen. Nur das mit dem Muster ließ ich beim 2. Anlauf weg. ;-)


Idee Nummer 2 betraf die Serviettentechnik. Schon ewig habe ich den Leim-Lack in meinem Bastelfundus. Doch noch nie habe ich ihn zum Einsatz gebracht. Jetzt also! Doch erst hieß es Blümchen aus Servietten ausschneiden und dann die obere, bedruckte Schicht abziehen.



Und ran mit ihnen ans Pferdchen Nummer 2.
Das geht einfach und sieht schön aus. ;-)


Das Pferdchen ist fertig.


Da die Mal-Idee gestorben war, griff ich beim Pferdchen Nummer 3 noch einmal auf die Serviettentechnik zurück.
Dieses Mal sollten es rote Punkte werden. Also hieß es, Kreise ausschneiden. Zu meinem Glück waren die Servietten durchgängig rot, so dass ich alle drei Schichten zum Kleben nehmen konnte und dadurch nicht ganz so viel zu schneiden brauchte. :-) Auch die Punkte ließen sich leicht festkleben. Fertig.


Mit inzwischen gekauftem Sprühlack bekamen alle drei Pferdchen einen „Mantel“ aufgespritzt, damit sie auch beim Aufenthalt im Freien ein bisschen vor den Naturgewalten geschützt sind. ;-)
Nun konnten sie ihren angedachten Platz beziehen.


Die Pferdchen haben mir gesagt, dass sie sich da draußen ganz wohl fühlen, auch wenn sie weit oben stehen. Sie haben allerdings etwas Angst vor dem angekündigtem Regen. Ich habe ihnen versprochen, dass ich sie ins Haus hole, wenn es sehr viel Regen wird. Und wir haben auch abgesprochen, dass sie im Winter nicht draußen stehen müssen. Das fanden sie gut. ;-) 

Herzliche Grüßels von Anneke

Montag, 24. August 2015

Sill- och Surströmmingsfest mit Musik :-)

Dafür sind wir gestern ins Västmanland gefahren. Denn dort fand diese Aktivität statt.
Organisiert wird das ganze übrigens immer von der Hembygdsföreningen, dem Heimatverein von Möklinta.
Leider habe ich keine Fotos gemacht, obwohl ich die Kamera einstecken hatte. Ich habe sie vor "schön" völlig vergessen. Und damit ihre Anwendung. :-(

Meiner Restfamilie ist Surströmming sehr wohl bekannt. Denn vor ein paar Jahren habe ich ihr eine Dose kredenzt. Ich habe eine Dose Stinkefisch aus Schweden mitgebracht und sie dann im Hof geöffnet. Nie werde ich die Gesichter, auch die des damals noch kleinen, Neffen (1 Jahr alt) vergessen, als der Geruch über den Hof bis in die erste Etage waberte. "Stattfindende Entgleisungen" trifft es wohl am besten..lach.. Und falls jemand noch keine Bekanntschaft mit diesem traditionellen Fisch geschlossen hat.....das folgende Video trifft es ganz gut. Man braucht dazu kein englisch zu können. :-)


Die Herstellung von Surströmming hat eine lange Tradition. Ursprünglich begann der Verkauf des gegorenen Fisches immer am dritten Donnerstag im August. Mittlerweile wurde diese Anweisung aufgehoben und man kann ihn immer kaufen. Die Feste, die in den Orten dazu stattfinden, finden jedoch auch weiterhin immer nach dem dritten Donnerstag statt. Tradition halt. ;-)

Zuerst wurde gemeinsam gesungen. Glücklicherweise lagen Zettel mit Texten aus, so dass auch ich eine Chance hatte, mitzusingen. Bei der "Surströmmingspolka" allerdings nützten der Text recht wenig, weil diese in einem, wie das bei einer Polka eben so ist, rasantem Tempo gesungen wird. Wie schnell, dass könnt Ihr Euch gerne anhören:


Übrigens hatten auch die Schweden Schwierigkeiten, die Strophen mitzusingen. Wir "trafen" uns dann alle beim Refrain. ;-)

Dann ging es ans Essen der Leckereien.
Was gehört, neben Surströmming und Sill, zu einem richtigen Surströmmingsessen könntet Ihr Euch fragen. Nun, auf weiches oder hartes TUNNBRÖD wird etwas zerdrückte Kartoffel gelegt. Darauf kommt Sauerrahm und je nach Lust und Laune Ei, Tomate und Zwiebeln. Oben legt man dann ein kleines Stück Surströmming (Dieser wird übrigens als Filet, als ganzer Fisch und als Fisch ohne Kopf und Innereien, dafür mit Gräten in den sich aufgebläht-habenden- Dosen verkauft. Anfängern rate ich zu Filet. ;-) ) und rollt das ganze dann zusammen - wenn man weiches Tunnbröd genommen hat.
Da ich schon zweimal Surströmming gegessen habe und ich den Rest des Tages etwas davon hatte, habe ich gestern großzügigerweise darauf verzichtet und Sill gegessen. ;-)

Dann wurden die erste Runde Lose verkauft. Zu gewinnen gab es handgemachte Sachen aus Möklinta. Leider hatte ich in dieser Runde kein Glück. Doch das war nicht schlimm.
Denn der eingeladene Sänger mit Gitarre spielte mir mehr oder weniger bekannte Musik. Natürlich leuchteten meine Augen auf, als ich das Lied wiedererkannte...


Und natürlich sang ich ganz leise mit...und bekam Gänsehaut...

Außerdem wurde auch "Idas sommarvisa" zum Besten gegeben...


Und dann war da noch ein Lied, das ich aus dem Radio kenne...


Bei den beiden letzten Liedern konnte ich zwar nicht den ganzen Text jedoch wenigstens mitsummen und den Refrain mitsingen. :-)

Als dann "kaffe och kaka" serviert wurde, gab es eine 2. Verlosung. Auch beim 2. Mal gehörte ich nicht zu den Gewinnern. Und wieder machte es mir gar nichts aus. 
Denn ich hatte einen wunderbaren Nachmittag verbracht! 
Welche Rolle spielte es da schon, das wir und unsere Freunde das Durchschnittsalter deutlich nach unten gedrückt haben? ;-) 
Sonne, blauer Himmel und weiße Wolken - so sieht ein Sommertag in Schweden aus! Da konnte und kann ich nur gute Laune haben! ;-)

Ihr solltet noch etwas zum Surströmming wissen...was im Internet geschrieben steht...
In Deutschland ist einer Mieterin fristlos gekündigt worden, weil sie in der Wohnung eine Dose Surströmming geöffnet hat. Das Urteil wurde gefällt, nachdem im Gericht eine Dose desselben geöffnet wurde. ;-)
In Flugzeugen einer britischen und einer französischen Fluggesellschaft ist es wegen der möglichen Explosionsgefahr der Dosen ausdrücklich verboten, diese mitzuführen.

Surströmming ist auch in Deutschland erhältlich falls Ihr darauf Appetit bekommen habt. ;-)

Sommerliche Grüßels von Anneke

Samstag, 22. August 2015

Meine Autos - Teil 2 und Ende

….musste ein anderes Auto her. In diesem Fall ein neues. Ja, ich höre Euch schon sagen: „Ist die denn verrückt, sich ein neues Auto zu kaufen? Da fällt doch schon beim Verlassen des Autohauses der Wert!“ Das war mir egal! Ich wollte ein Auto, bei dem alles in Ordnung ist und das sicher ist und bei dem ich mal keine Reparaturen habe. So der Plan!

Ich legte meine Auswahlkriterien fest und landete dann ca. 1996 bei einem Su zuki Swift 1.0. In rot. Ein schickes, kleines Auto.

Und weil die Männernamenautos sich letztendlich nicht mit Ruhm bekleckert hatten, bekam dieses Auto einen Frauennamen. Zufälligerweise lief damals im Radio gerade „Lola“ von den Stones. Und ich fand, das passte. Ab dem Moment war es Lola, die mich über die Straßen trug.

Leider stellte sich sehr schnell heraus, dass Lola nicht nur ein Montagsauto war. Nein, sie war sogar (Steigerungsform) ein Montags-früh-um-sechs-Auto! ;-(
Nach vier Wochen fiel die Hupe ab, weil die Halterung verrostet war.
Eine kleine Weile später hatte der Fahrersitz eine Schieflage und musste ausgetauscht werden.
Der Gurt auf der Fahrerseite musste ausgetauscht werden.
Dass die Marder die Zündkabel äußerst schmackofatz fanden, dafür konnten die Hersteller nichts. Ich hatte jedenfalls eine lange Zeit immer Ersatzzündkabel (anfangs noch original Su zuki - weil das dann zu teuer wurde, gleichwertigen Ersatz) im Handschuhfach.
Auspuffwechsel nach drei Jahren und nochmal nach vier Jahren - das war damals Usus.
Spurstange, Radaufhängung vorne, Thermostat, danach, weil nicht gleich mit ausgetauscht, Zylinderkopfdichtung...immer war etwas. 

Natürlich gibt es auch positives von Lola zu berichten. Denn zwischen den Ausfällen fuhr sie. Und es passte, gemessen an ihrer Größe, unwahrscheinlich viel Gepäck in sie hinein. Das Geheimnis lag darin, alles in Stoffbeutel zu verpacken und diese dann, ähnlich einem Mauerwerk, in Lola einzubauen. Sie fuhr vier Menschen mit viel Gepäck nach Brüssel. Und sie fuhr viel nach und in Schweden. Und sie war auch das ein oder andere Mal in CROSTA.

Eines Tages dann…irgendetwas ist kaputt. Nach einigem Suchen und schon ein paar zu bezahlenden Handgriffen an Lola fand man heraus - der KAT ist kaputt. Hm, teuer (1100 €), aber da der Rest funktionierte, ließ ich ihn austauschen. Im Jahr darauf ging das Getriebe kaputt. Da ich im Jahr vorher erst den KAT…also austauschen lassen für 1500 €. Ein noch teurerer Spaß. Im nächsten Jahr stand der TÜV an. In der Vorher-Durchsicht stellte sich heraus, dass ich knapp 700 € hätte investieren müssen, damit Lola den TÜV bekommt. Zuviel. Nun war gut! Ich verabschiedete ich mich nach 8 Jahren und rund 184 000 gefahrenen km von Lola.

Da der Peu geot-Händler alles richtig machte, entschied ich mich im Juli 2004 für das blaue Gefährt, in dem er mich Probe sitzen ließ. Ruckzuck war auch ein Name gefunden – Paula.
Dass ich 14 Tage nach dem Kauf, an einem Freitag, den 13., beim Ausparken auf dem Hof den BMW unseres Nachbarn rammte, dabei einen Schaden von 3500 € verursachte, ich nach wie vor der Meinung bin, dass das Auto bei unserem Einsteigen noch nicht da war (Mein Sohn behauptet immer noch, dass es schon da stand. ;-) ) und dass mir auf Grund dieses Unfalles meine Autoversicherung gekündigt wurde (Ich hätte fünf Unfälle in 20 Jahren (!!!!) gehabt. Davon wusste ich nichts. Drei davon stellten sich als Frontscheibenüberarbeitungen heraus und zählten als Unfall. Aha.) sei nur am Rande erwähnt.
Das irgendetwas mit der Spannung im Inneren von Paula nicht stimmt und ich ca. aller halben Jahre irgendeine Birne austauschen muss, dafür kann sie ja nix. Ebenso ist sie unschuldig daran, dass sie die 5. Zündspule (Glücklicherweise waren alle Wechsel auf Garantie. :-) ) ihr eigen nennt.

Bis auf dieses kleinen Zwischenfälle ist meine Paula ein treues Gefährt gewesen. Schwedenurlaube. Fahrten zu Familien und Freunden, auf Arbeit - immer war sie zuverlässig. Und sie wird es wieder werden, wenn sie ihr neues „Herz!“ hat. Schließlich freue ich mich darauf, noch einige Kilometerchen mit ihr machen zu können. :-)

Und bis es wieder so weit ist, fahre ich eben mit Karli – mit ohne Servolenkung und mit Starter. ;-)

Vorfreudige Grüßels von Anneke

Freitag, 21. August 2015

Meine Autos - Teil 1

"Fahren mit KARLI" kann ich nun auch abhaken. ;-)
Es war schon lange her, dass ich in einem Auto ohne Servolenkung und mit Starter saß und dieses lenkte. Dank der Hilfe des großen Mitbewohners bekam ich das auch ganz gut hin.
Und dann dachte ich zurück…

Ich habe im Sommer 1989 meinen Autoführerschein gemacht.
Kurz danach war ich im Besitz eines Trabbi-Kombi, der damals für ganz wenig Geld zu haben war. Die Leute kauften sich vom neuen Westgeld lieber Westautos, auch wenn sie rostig und kurz vor dem Zusammenfallen waren. (Heutzutage kostet so ein fahrbares und sofort einsatzbereites Trabbilein übrigens um die 2000 Euro!)

Mein Auto erhielt natürlich auch einen Namen. Wir riefen es „Willi“. Willi war anfangs sehr zuverlässig. Ich weiß noch, dass das Getriebe mal ausgetauscht werden musste. Ich half mit und sah aus, als hätte ich in Getriebeöl gebadet. ;-) Und einmal brannte es unter der Motorhaube. Der Motorraum war gedämmt mit irgendwelchem Material und das hat sich irgendwie entzündet. Es war früh, ich startete - nicht passierte. Als es so ein bisschen qualmte, öffnete ich die Motorhaube und sah eine kleine Flamme, die ich sofort löschen konnte. Wie es dann weiterging weiß ich nicht mehr. 
Ich weiß allerdings noch, dass mein Sohn eines Tages ganz aufgeregt aus dem Kindergarten kam und rief: „Mutti, Mutti, in meinem Kindergarten ist jetzt eine Junge, der heißt wie unser Auto!“ :-) In dem Fall heißt das übrigens, dass auch der Nachname des Jungen mit unserem identisch war. Wirklich! :-)
In der Willi-Zeit muss es auch gewesen sein, dass in unserer Familie die Scheibenwisch- oder waschanlage in Spuckmännl umbenannt wurde. ;-) Mein Sohn fragte nach, wie denn das Wasser auf die Scheibe kommen würde. Wie erkläre ich ihm das, wo ich es doch selber gerade so verstehe? ;-) „Das ist ganz einfach, mein lieber Sohn. Unter der Motorhaube sitzt ein kleines Männlein. Und wenn ich hier auf den Knopf drücke, dann weiß das kleine Männlein, dass es auf die Scheibe spucken muss und legt sofort los.“ Ja, Phantasie ist bei mir durchaus vorhanden..lach.. Nun ja, und deswegen heißt das bei uns eben Spuckmännl. Auch der große Mitbewohner hat diesen „Sprachschatz“ übernommen. ;-)

Als die Probleme mit Willi größer wurden, kaufte ich einen anderen Trabbi. Der kostete dann mit frischem TÜV schon 850 DM, viel Geld für mich. Natürlich bekam auch er einen Namen. Er hieß „Horschtl“. Horschtl brachte mich zuverlässig von A nach B. Meistens. Es gab da auch eine Fahrgemeinschaft, einmal die Woche 150 km zu viert in dem Auto. Wir hatten viel Spaß.
Das ging so zwei Monate. Ich hatte dann mal einen Termin etwas weiter weg. Auf dem Rückweg (ich kannte die Strecke wie meine Westentasche) passierte es – es passierte nichts. Was in diesem Fall gar nicht gut war, wenn ich Euch sage, dass es sich um den Tritt aufs Bremspedal handelte. Horschtl fuhr einfach weiter. Mit 80 auf eine 30er Kurve zu. Mein Pobbes wurde spitz, ich trat noch mehr aufs Pedal – nichts. Also einfach herunterschalten und Motorbremse nutzen. Das gelang. Und weil ich meinen Trabbi unterwegs nicht stehen lassen wollte, bin ich mit weiter gefahren. Auf geheimnisvolle Weise erholte sich die Bremse dann wieder. Also konnte ich noch bis zur Werkstatt fahren. Die schauten sich die Sache genauer an und meinten dann zu mir: „In den Bremsleitungen sind normalerweise 95% Bremsflüssigkeit und 5% Wasser. Bei ihrem Auto ist das anders herum. Außerdem sind die Bremsschläuche völlig porös. Alle. Sie haben Glück, das Ihnen noch nichts passiert ist.“ Ich fiel aus allen Wolken!! Nicht nur, dass ich viel mit meinem damals kleinen Sohn im Auto unterwegs war, auch die Fahrgemeinschaft, im Winter… An dieser Stelle hörte ich dann auf, darüber nachzudenken, was hätte alles passieren können...

Als auch bei Horschtl die Aufenthalte in der Werkstatt dem Aufenthalt auf der Straße überwogen….
Und bleiben Sie (bis morgen!) schön neugierig! :-)

Erinnerungstriefende Grüßels von Anneke ;-)

Donnerstag, 20. August 2015

Holz bei der Hütt'n ;-)

Ich habe vorige Woche Holz gehackt. Allerdings nicht viel. Denn ungünstigerweise reichten meine Kräfte im Zusammenhang mit der vorhandenen Axt nicht aus, all das harte Holz zu spalten, welches die umgefallene Birke hergegeben hat. Ich gab auf, als ich mit der linken Hand nicht mehr zugreifen konnte.
Als auch der große Mitbewohner sich redlich mühen musste, um das Holz zu spalten, war ich beruhigt. Dann lag es also nicht nur an meiner mangelnden Kraft (ich habe ja immerhin einen Popeye-Arm) sondern auch an der Axt.
Also musste eine neue Axt her. Eine große Axt. Eine schwedische Axt. Hergestellt in Storvik, das ein Stück entfernt von uns liegt. Und mit 67 cm Länge ist sie für den großen Mitbewohner auch groß genug. ;-)



Mit dieser Axt legte er dann am Wochenende los.



Und weil wir ja so wenig Holz haben, zersägte er mit einem seiner Männerspielzeuge noch mehr Holz.


Damit er auf ein Neues noch einmal mit seiner neuen Axt loslegen kann.


Und so hatte ich dann zu tun, die Berge zu beräumen und das Holz auf unsere schon lange still ruhende Miete zu stapeln. Das tat ich auch, in schwarz gehüllt (gute Idee bei 23 Grad in der Sonne) und mit Antimückenzeug eingesprüht.
Leere Plätze



21 Schubkarren voller Holz, drei Mückenstiche und etliche Schweißtropfen später. ;-)



An der zum Feld gewandten Seite habe ich so langsam Mühe, an die innerste Reihe zu kommen, da die Wiese eine leichte Schräglage hat. Meine Beine sind zu kurz. Und meine Arme auch. ;-)
Vielleicht probiere ich es mit Zielwurf. Oder mit einer Leiter – was schwierig werden dürfte, denn neben der Schräglage gibt es im unteren Teil des Grundstückes Minihügelchen und –bergchen. Arbeitsschutztechnisch gibt es da also keine Standfestigkeit. :-/ Ich könnte natürlich auch ein Gerüst aufstellen. Oder so… ;-)

Herzliche Grüßels von Anneke